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pipelines/README.md
T
tbekemeyer b82d0a2155 push als String statt Boolean, dazu ein Diagnoseschritt
Eine boolesche workflow_call-Eingabe kommt auf dieser Gitea-Version nicht
im aufgerufenen Workflow an — weder ihre Vorgabe noch ein ausdruecklich
uebergebener Wert. inputs.push blieb leer, der Baustein baute immer im
Pruefmodus und meldete dabei Erfolg. Alle Eingaben vom Typ string kamen
im selben Lauf korrekt an; push war die einzige boolesche und die
einzige, die versagte.

push ist deshalb jetzt type: string mit den Werten 'true' und 'false' und
der Vorgabe 'true'. Die Bedingung inputs.push && inputs.push != 'false'
bleibt unveraendert: sie war von Anfang an fuer Boolean und String
gebaut und traegt die Umstellung ohne Anpassung. Der Kommentar an der
Eingabe haelt den Befund fest, damit die Eingabe nicht beim naechsten
Aufraeumen "korrekt" auf boolean zurueckgestellt wird und den Fehler
still zurueckholt.

Neu ist ein Diagnoseschritt am Anfang des Jobs, der den empfangenen Wert
und den daraus abgeleiteten Modus ausgibt. Der Fehler war nur deshalb so
langlebig, weil nirgends sichtbar war, was tatsaechlich ankommt — und
weil ein Lauf ohne Push genauso gruen aussieht wie einer mit. Der Schritt
folgt dem Muster von "Docker-Socket ermitteln" und kann den Job nicht
scheitern lassen.

Brechende Aenderung gegenueber v1: Aufrufer, die push als YAML-Boolean
uebergeben, muessen auf @v2 wechseln und in Anfuehrungszeichen schreiben.
Das README ist entsprechend nachgezogen.

Fixes #4
2026-09-30 17:30:40 +00:00

8.1 KiB

pipelines

Geteilte CI/CD-Bausteine für die Gitea-Instanz git.jk-dev.de. Die Workflows hier werden nicht selbst ausgelöst, sondern von anderen Repositories über uses: aufgerufen (on: workflow_call).

Bausteine

.gitea/workflows/docker-build-push.yml

Baut ein Docker-Image und schiebt es als Multi-Arch-Manifest (linux/amd64,linux/arm64) in eine Registry, vorgabegemäß git.jk-dev.de. Läuft auf einem Runner mit dem Label ubuntu-docker.

Gepusht wird unter fünf Tags:

<registry>/<image-owner>/<container-name>:latest
<registry>/<image-owner>/<container-name>:<version-number>
<registry>/<image-owner>/<container-name>:<major>
<registry>/<image-owner>/<container-name>:<major>.<minor>
<registry>/<image-owner>/<container-name>:<major>.<minor>.<patch>

Der Checkout holt Submodule mit; die Zugangsdaten dafür und für die Registry kommen zur Laufzeit aus 1Password Connect.

Mit push: 'false' entfällt der Push — der Baustein baut dann nur. Damit nutzt die CI eines Projekts dieselbe Bau-Logik wie das Deployment, statt sie zu duplizieren. Siehe Prüfmodus.

Eingaben

Eingabe Pflicht Vorgabe Bedeutung
container-name ja — Name des Images
dockerfile ja — Pfad zum Dockerfile
docker-context ja — Build-Kontext
image-owner ja — Eigentümer-Segment des Images, also der mittlere Teil von <registry>/<owner>/<name>
push nein 'true' Zeichenkette 'true' oder 'false'. Ob das Image gepusht wird. Bei 'false' werden keine Zugangsdaten aus 1Password geholt und es findet kein Registry-Login statt — siehe Prüfmodus
registry nein git.jk-dev.de Registry, für die getaggt und — beim Push — bei der angemeldet wird
version-number nein 0.0.0 Vollständige Version, wird als Tag gesetzt
version-number-major nein 0 Major-Anteil für die mitwandernden Tags
version-number-minor nein 0 Minor-Anteil
version-number-patch nein 0 Patch-Anteil
timeout-minutes nein 45 Harte Grenze für den Build-Job
platforms nein linux/amd64,linux/arm64 Zielplattformen der Manifest-Liste
build-args nein — Zusätzliche Build-Argumente, ein NAME=wert je Zeile

Dass image-owner Pflicht ist und registry nicht, ist Absicht: Der Eigentümer ist je Projekt verschieden und soll nie stillschweigend geraten werden — genau das war der Fehler des früher fest verdrahteten suer, unter dem die Images aller Projekte landeten. Die Registry ist dagegen praktisch immer dieselbe.

push ist eine Zeichenkette und kein Boolean — und das ist Absicht. Auf dieser Gitea-Version (gemessen an 1.27.0) werden boolesche workflow_call-Eingaben nicht an den aufgerufenen Workflow durchgereicht: Weder ihre Vorgabe noch ein ausdrücklich übergebenes push: true kamen an, inputs.push blieb leer, und der Baustein baute immer im Prüfmodus — bei grünem Lauf. Alle Eingaben vom Typ string kamen im selben Lauf korrekt an. Details in Issue #4.

Deshalb bitte immer in Anführungszeichen schreiben: push: 'true' bzw. push: 'false'. Ein unquotiertes push: false ist im YAML ein Boolean und wird verschluckt.

Brechende Änderung gegenüber v1. Aufrufer, die push als YAML-Boolean übergeben, müssen auf @v2 wechseln und dabei auf die Schreibweise mit Anführungszeichen umstellen. Wer @v1 weiterverwendet, behält das alte Verhalten samt Fehler.

Die vier Versionsangaben dienen ausschließlich der Tag-Liste. Sie sind keine Pflicht mehr, damit ein Prüflauf keine Platzhalter erfinden muss; wer pusht, übergibt sie wie bisher. Ihre Vorgabe ist bewusst 0.0.0 und nicht leer — die Tag-Liste wird auch ohne Push gebildet, und ein leerer Wert ergäbe das ungültige …/<name>:.

Aufrufbeispiel

jobs:
  image:
    uses: workflow-util/pipelines/.gitea/workflows/docker-build-push.yml@v2
    with:
      version-number: 2026.09.1
      version-number-major: '2026'
      version-number-minor: '09'
      version-number-patch: '1'
      container-name: bk-dev-website
      dockerfile: ./Dockerfile
      docker-context: .
      image-owner: bekemeyer-klein
      push: 'true'
    secrets: inherit

secrets: inherit ist notwendig — der Workflow braucht OP_CONNECT_TOKEN aus dem aufrufenden Repository.

Prüfmodus ohne Push

Mit push: 'false' baut der Baustein nur und veröffentlicht nichts. Es werden dann keine Zugangsdaten aus 1Password geholt und es findet kein Registry-Login statt. Die CI eines Projekts nutzt damit dieselbe Bau-Logik wie das Deployment, statt sie zu duplizieren.

Weder Secrets noch Versionsangaben sind dafür nötig:

jobs:
  build-check:
    uses: workflow-util/pipelines/.gitea/workflows/docker-build-push.yml@v2
    with:
      container-name: bk-dev-website
      dockerfile: ./Dockerfile
      docker-context: .
      image-owner: bekemeyer-klein
      push: 'false'

Die Anführungszeichen sind nicht kosmetisch: push: false ohne sie ist ein YAML-Boolean und kommt im Baustein nicht an (siehe oben). Es griffe dann die Vorgabe 'true', der Lauf versuchte also trotz push: false zu veröffentlichen — sofern Gitea die Typabweichung nicht ohnehin als Fehler zurückweist.

Private Submodule funktionieren in diesem Modus nicht. Der Checkout-Token stammt aus demselben 1Password-Schritt, der ohne Push übersprungen wird. Der Checkout fällt deshalb auf den Standard-Token des Jobs zurück. Der genügt für das ausführende Repository, nicht aber für die Submodule in eigenen privaten Repositories — deren Klon scheitert mit Repository not found. Projekte mit privaten Submodulen können push: false daher nicht verwenden; für Projekte ohne Submodule ist der Modus unproblematisch.

secrets: inherit kann hier entfallen. Es zu belassen schadet nicht — der Workflow greift ohne Push auf kein Secret zu.

Voraussetzungen im aufrufenden Repository

Name Art Zweck
OP_CONNECT_HOST Variable Adresse des 1Password-Connect-Servers im Cluster. Nur beim Push nötig
OP_CONNECT_TOKEN Secret Zugang zu diesem Connect-Server. Nur beim Push nötig
DOCKER_HOST Variable Nur nötig, wenn der Runner-Daemon rootless läuft und sein Socket nicht unter /var/run/docker.sock liegt (dann z. B. unix:///run/user/1000/docker.sock). Ist die Variable nicht gesetzt, nutzt Docker seinen Default.

Die eigentlichen Zugänge für Checkout und Registry liegen in 1Password (GitHub-Actions/jlab-git-checkout-token, GitHub-Actions/jlab-registry-access) und müssen in Gitea nicht hinterlegt werden.

Auf einen Tag zeigen, nicht auf @main

Aufrufe bitte immer an einen Tag binden:

uses: workflow-util/pipelines/.gitea/workflows/docker-build-push.yml@v2   # so
uses: workflow-util/pipelines/.gitea/workflows/docker-build-push.yml@main # nicht so

Mit @main ändert jede Anpassung hier unangekündigt das Verhalten sämtlicher Projekte — und der Fehler zeigt sich dann dort, wo niemand etwas geändert hat. Ein Tag macht das Übernehmen einer neuen Fassung zu einer bewussten Entscheidung im jeweiligen Projekt.

Änderungen hier bekommen deshalb einen neuen Tag. Bricht eine Änderung bestehende Aufrufe, wird der Major-Anteil erhöht.

v2 ist genau so ein Fall: Die Umstellung von push auf type: string bricht Aufrufe, die den Wert als YAML-Boolean übergeben. v1 bleibt unverändert stehen; wer umstellt, wechselt auf @v2 und schreibt push: 'true' bzw. push: 'false'.